Der Roman Laurus als Manifest des russischen Traditionalismus
Der Lebensroman, ein 'nicht-historischer Roman', wie der Autor Evgeny Vodolazkin (Doktor der Philologie, Spezialist für altrussische Literatur) ihn nennt, ist eine Beschreibung des Schicksals und der inneren Entwicklung des Heilers Arseny. Nachdem er von seinem Großvater Christopher eine medizinische Ausbildung erhalten hat, tritt Arseny in das Leben mit all seinen Komplexitäten, Versuchungen und Prüfungen ein. Von Anfang an verrät das Profil von Arseny einen Mann, der im Geiste berufen ist und von einer besonderen Gabe, einem ungewöhnlichen Charisma, geprägt ist. Er wird von einer höheren Macht mobilisiert, um den Menschen zu dienen. Er ist nicht von dieser Welt, aber er dient den Menschen dieser Welt. Schon hierin können wir die Handlung von Leid und Schmerz erkennen.
APOPHATISCHE TRADITION: DIE THEOLOGIE VON DIONYSIUS DEM AREOPAGITEN
Das Werk jenes berühmten Christlichen Theologen und Mystikers, dessen Schriften unter dem Namen Dionysius der Areopagit in die Christliche Tradition eingegangen sind, stellt in der Geschichte des philosophischen und religiösen Denkens ein einzigartiges Phänomen dar. Er übte enormen Einfluss auf die Gesamtheit der Christlichen Philosophie, des Ostens und des Westens, aus und im Zuge dessen, auf die eine oder andere Weise, ebenso auf das philosophische Denken der Neuzeit seit dem Mittelalter, in welchem die Areopagiten eine dermaßen wichtige Rolle einnahmen.
Panafrikanismus heute: Vom Neokolonialismus zur Multipolarität
Heute stellt der afrikanische Kontinent ein neues Epizentrum der Konfrontation zwischen dem Neokolonialismus und fremden Expansionismus dar – insbesondere des französischen Expansionismus. Und seitdem die bevorzugte Methode des Westens darin besteht Länder durch die Einsetzung von Marionettenregierungen zu kontrollieren, kann dieses System nur durch Militärputsche “zerstört” werden, wenn auch nur temporär, indem diese es dem Land erlauben den Druck fremder und supranationaler Strukturen loszuwerden. Dies wird durch die Tatsache bestätigt, dass die Zahl der Militärputsche in der Region erst kürzlich angestiegen ist: 2020 in Mali, 2021 in Guinea und nun haben wir dasselbe Szenario in Burkina Faso beobachten können.
Das Konzept des armen Subjekts
Ein charakteristisches Merkmal der russischen Philosophie ist nach Ansicht einiger Historiker der russischen Philosophie der Ontologismus des Denkens. Die Position des Ontologismus in der Philosophie impliziert, im Gegensatz zur entgegengesetzten Position des Gnoseologismus, die primäre Betrachtung nicht des Denkprozesses, sondern des Objekts des Verstehens. Da wir auf der Seite des Ontologischen stehen, versuchen wir zuallererst die Frage zu identifizieren und zu beantworten: WAS ist, WAS ist der Gegenstand unseres Wissens, WAS ist der Fokus unserer intellektuellen Intuition.
Darya Dugina auf der 16. Internationalen Konferenz: "Das Universum des platonischen Denken"
Der politischen Philosophie wurde stets die volle Anerkennung versagt, da sie sich auf die Analyse der metaphysischen Aspekte des Neuplatonismus konzentrierte. Neuplatonische Begriffe wie 'Permanenz' (μονή), 'Emanation' (πρόοδος), 'Wiederkehr' (ὲπιστροφή) usw. wurden in historisch-philosophischen Werken getrennt von der Sphäre des Politischen behandelt (1). So wurde das Gemeinwesen nur als eine Stufe des Aufstiegs zum Guten interpretiert, eingebettet in das starre hierarchische Modell des neuplatonischen philosophischen Denkens, aber nicht als ein unabhängiger Pol des philosophischen Modells.
Daria Dugina: Der Krieg in der Ukraine, "ein globalistischer und eurasischer Zusammenprall der Zivilisationen" [Interview]
Der Konflikt in der Ukraine ist immer noch nicht beendet. Im Westen werden wir mit Informationen bombardiert, die für die Ukraine und die Ukrainer sprechen. Wir vergessen, dass auch die Russen ihre Meinung haben. Aus diesem Grund befragten wir Daria Dugina, die Tochter von Alexander Dugin, zu der Situation. Ein spannendes Interview.
Alexander Dugin: Ukraine ist "erster multipolarer" Konflikt
Der Konflikt in der Ukraine ist der "erste multipolare Krieg" der Welt, in dem Russland für das Recht jeder Zivilisation kämpft, ihren eigenen Weg zu wählen, während der Westen seinen totalitären hegemonialen Globalismus aufrechterhalten will, sagte Alexander Dugin am Freitag in einem Exklusivinterview mit RT.
Entnazifizierung bedeutet vollständige Ausrottung der Russophobie in der Ukraine und anderswo
Drei Monate SMO: Russland hat sich gut geschlagen, aber...
Seit dem Beginn der SMO (Special Military Operation) in der Ukraine sind fast drei Monate vergangen. Einige Schlussfolgerungen können gezogen werden. Ich werde mich nicht mit dem militärischen Aspekt der Operation befassen, denn dazu bedarf es der Meinung von Experten für Militärstrategie, und man kann nicht über alles reden, während die Schlacht im Gange ist. Ich möchte andere Umstände bewerten, die rein politischer Natur sind..
Staat und Zivilisation
Russland und China an der Spitze der Multipolarität
Der Atlantiker Biden gegen den Eurasier Putin
Die Eskalation der Beziehungen zwischen Russland und den Vereinigten Staaten nach dem Amtsantritt von Joe Biden als Präsident und die Verschlechterung der Lage um die Ukraine sowie die zunehmenden Spannungen an den Außengrenzen Russlands (provokative Aktionen von NATO-Schiffen im Schwarzmeerraum, aggressive Manöver der US-Luftwaffe entlang der russischen Luftgrenzen usw.) - Für all dies gibt es eine ganz rationale geopolitische Erklärung.
Merkel: Ein Abschiedsblick
Das Grosse Reset und das Ende der klassischen Geopolitik
Putin als großer Herrscher und "Post-Putin"
Putin ist nicht abhängig von der russischen Elite, den politischen Parteien, den oligarchischen Kartellen, den sozialen Bewegungen, den Institutionen und allen Verwaltungsinstanzen Russlands. Sie alle sind von ihm abhängig. Aber er ist mit Sicherheit abhängig von der Geopolitik, dem Volk und der Zivilisation.
Aleksandr Dugin und Russlands neue Außenpolitik
"Am 31. März haben russische Patrioten, Eurasianisten und andere Befürworter der vollen Souveränität den wohl eindrucksvollsten und sichtbarsten Sieg der postsowjetischen Ära errungen", meint der Politikwissenschaftler Aleksandr Dugin. Er verweist auf das neue außenpolitische Konzept Russlands, das seiner Meinung nach die Idee einer eurasischen Entwicklung der Föderation widerspiegelt.
Zensur: die Metaphysik der souveränen Kultur
Das Thema Zensur ist nicht nur hochaktuell für unsere Gesellschaft (vor allem unter den Bedingungen der militärischen Operation in der Ukraine), es ist auch philosophisch grundlegend. Die zeitgenössische westliche Kultur greift immer häufiger auf Zensur zurück, obwohl sie versucht, den Liberalismus als Abschaffung aller Zensurkriterien darzustellen. Was ist Zensur [1] in Wirklichkeit anderes als die radikalste Form der Zensur jeglicher Ideen, Bilder, Doktrinen, Werke oder Gedanken, die nicht in das enge und zunehmend exklusivistische Dogma der "offenen Gesellschaft" passen? Selbst heute ist es bei den Filmfestspielen von Cannes und anderen prestigeträchtigen, vom Westen kontrollierten Veranstaltungen unmöglich, ohne ein Minimum an Voraussetzungen durchzukommen - nicht-traditionelle Formen der sexuellen Identität, rassische Vielfalt, antikoloniale (und in der Tat neokoloniale liberale) Diskurse und so weiter. Was anderes als totalitäre und pandemische Zensur ist Wokeism (2), d.h. ein Appell an alle Bürger, "wach" zu sein und sich sofort bei den zuständigen Behörden zu melden, sobald jemand auch nur den Hauch einer Abweichung von liberalen Werten bemerkt - z. B. Rassismus (Russophobie ist hier eine Ausnahme, da Russland nicht politisch korrekt ist), "Sexismus", "Patriotismus" (auch hier ist der ukrainische Nazismus eine Ausnahme, was zu begrüßen ist, da es sich um einen Kampf gegen "Russen" handelt), Geschlechterungleichheit (z.B. Schutz der traditionellen normalen Familie)? Und ist die berüchtigte "politische Korrektheit" [3], die uns mit Nachdruck und unter Androhung der totalen Ächtung dazu zwingt, bestimmte Begriffe, Ausdrücke, Zitate und Formulierungen zu vermeiden, die die Sensibilität der liberalen Gesellschaft beeinträchtigen könnten, nicht Zensur? Wir haben es im heutigen Westen mit einer wahren Blüte der Zensur zu tun. Und das ist eine unbestreitbare Tatsache, welche Synonyme man auch immer für diese Zensur erfinden mag.
Multipolarität und Multilateralismus
In der westlichen Politikwissenschaft gibt es mehrere ähnliche Begriffe, die den Zusammenhang mit der Entstehung einer multipolaren Weltordnung verwirren. Neben Multipolarität werden auch die Begriffe Multipolarismus und Multilateralismus verwendet. Wenn wir sie jedoch dekonstruieren, wird deutlich, dass sie eine andere Bedeutung haben. Bei der Multipolarität ist mehr oder weniger alles klar, obwohl auch hier im Westen die Polarität zunächst als geografische Definition verstanden wurde, und da es auf der Erde nur zwei Pole gibt, Nord und Süd, hat sie bestimmte Konnotationen.
Warum hassen die Liberalen sich selbst?
In der Psychologie und den Politikwissenschaften gibt es einen interessanten Begriff namens Oikophobie. Dieser Begriff beschreibt eine tiefe und irrationale Abneigung gegen alles, was zu einer Person gehört — das Zuhause, die Kultur, die Familie, das Volk, den Staat und letztlich haben wir den Selbsthass.
Revolte oder Revolution?
Die folgenden Überlegungen sind weit davon entfernt, erschöpfend zu sein und alle Aspekte zu untersuchen, die die hochpolitischen Begriffe "Revolte" und "Revolution" auch nur auf der Ebene der Definition haben können. Das Ziel dieses Vortrags ist es, auf didaktische Weise zu klären, was unter diesen beiden Begriffen zu verstehen ist. Diese Darstellung hat daher nur eine einleitende Funktion, und nichts anderes.
Eine Soziologie des Phasenübergangs zur Postmoderne
Die Postmoderne ist das Paradigma, zu dem der Übergang vom vorherigen Paradigma, der Moderne, derzeit stattfindet. Der Übergang findet vor unseren Augen statt, so dass die aktuelle Gesellschaft (zumindest die westliche, aber auch die planetarische, insofern sie vom westlichen Einfluss betroffen ist) eine Gesellschaft im Übergang ist. Nicht nur die russische Gesellschaft ist in einem weiten Sinne transitiv, sondern auch die soziale Matrix, die das Leben der Menschheit in diesem oder jenem Maße bestimmt, verändert heute ihren qualitativen Charakter.
Transmutationen des Logos in der postmodernen Gesellschaft
Lassen Sie uns das Schicksal des Logos in der Postmoderne nachzeichnen. Es ist äußerst wichtig, sich immer daran zu erinnern, dass der Logos eine der Erscheinungsformen des heroischen Mythos ist, d.h. das Produkt des Tagesregimes (nach der Klassifizierung von J. Durand). Und er ist weder der einzige noch ist er absolut.
Wenn wir den Krieg in uns hineinlassen, gewinnen wir
Eine heptapolare Welt
Was auf dem 15. BRICS-Gipfel in Johannesburg geschah, ist wirklich historisch. Auch wenn der Präsident Russlands, des Gründers der BRICS, nicht teilnahm, so ist es doch ein Wendepunkt in der modernen Geschichte. Die Weltordnung verändert sich vor unseren Augen. Lassen Sie uns versuchen, die Bedeutung der laufenden tektonischen Veränderungen zu verstehen.
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